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Frühlingsboten - Teil 3

Bildauswahl und Bearbeitung

Meine Kamera ist immer in RAW und dem Kleinsten «jpeg» eingestellt, das ist für die spätere Weiterverarbeitung ideal.

 

Während meiner Fototour schaue ich mir die Bilder immer wieder an, gefällt mir ein Bild nicht, lösche ich es sofort. Das ist vor allem auf einer Reise von Vorteil, denn so lade ich keine Bilder auf dem PC, die ich sowieso nicht verwende.

 

Auf dem Display der Kamera sieht ein Bild schnell einmal gut aus, auf dem Bildschirm zu Hause, relativiert es sich dann.

 

Wie gehe ich nach einer Fototour vor?

 

Auch wenn ich die Bilder auf dem Display der Kamera schon gesehen habe, bin ich neugierig ob diese auch so geworden sind, wie ich es mir vorgestellt habe. Geht es dir auch so?

 

Mein Fernseher hat einen Slot für SD Karten, dafür benötige ich die kleine "jpeg" Bilder. Ich setze mich gemütlich auf mein Sofa, mit einer Tasse Tee und schaue mir an, was ich produziert habe. Durch die Grösse und der Distanz sehe ich schnell ob mich ein Bild anspricht oder nicht. So habe ich schon mal einen ersten Eindruck.

 

Danach kopiere ich mir alle meine Bilder von der Karte auf die Festplatte meines PC's und dies nie auf das «C» Laufwerk. Ich habe zwei zusätzliche Laufwerke mit je 3 TB da hat so einiges, Platz drauf.

 

Sobald alle Bilder geladen sind, öffne ich den Windows Explorer und lösche erst einmal alle Bilder, die mir nicht gefallen. Die jpeg Bilder werden in einen separaten Ordner abgelegt und später auch nicht in Lightroom importiert. Ist die Vorbereitung geschafft, wird Lightroom gestartet und die Bilder importiert. Auf die Lightroom Bedienung gehe ich an dieser Stelle nicht näher ein, da gibt es tolle Tutorials auf YouTube.

 

Um mir einen Überblick zu verschaffen, markiere ich alle Bilder mit einem Stern die mir gefallen. Bin ich mit dem ersten Durchgang durch, wiederhole ich diesen bis ich ungefähr auf die Anzahl Bilder komme, die ich schlussendlich, in diesem Fall für mein «Frühjahrsboten» Album verarbeiten möchte. Ungefähr deshalb, da es immer mal eins mehr oder weniger sein kann.

 

Ich habe meine Auswahl getroffen und stelle den Filter so ein, dass ich nur noch die Bilder mit den fünf Sternen sehe. Dann prüfe ich ob die Auswahl der Bilder zusammenpasst, wenn nicht, nehme ich einen Stern weg und so fällt das Bild aus der Auswahl heraus. Bin ich zufrieden, wird mit der Bildbearbeitung gestartet.

 

Für die Standardbearbeitung meiner Bilder habe ich ein Preset angelegt und das sieht wie folgt aus.

Ich markiere alle Bilder der Filterauswahl und klicke auf mein Preset und somit ist mit einem Klick die Grundbearbeitung der Bilder erledigt.

Im zweiten Schritt schaue ich mit jedes Bild genauer an, ob da oder dort noch etwas zu tun ist.

 

Bei untenstehendem Bild war mir der Himmel zu flach. Den Himmel habe ich mit dem Verlauffilter bearbeitet, das ist der vierte Button von links. Sobald der Filter gesetzt ist geht der Effektbereich für die Bearbeitung des Verlaufs auf. Ich habe lediglich an den Lichtern/Tiefen, Weiss/Schwarz und am Dunst entfernen etwas gedreht und schon hat der Himmel mehr Struktur.

Habe ich alle meine Bilder in Lightroom fertig bearbeitet exportiere ich diese, um den letzten Schliff im Photoshop zu erledigen.

 

Dazu klicke ich das Tool Bridge an, wähle den Ordner, in dem ich die Bilder exportiert habe und markiere alle Bilder, die ich weiterverarbeiten möchte.

 

Damit meine Bilder den gleichen Farblook haben, kommt ein Color Lookup drüber, eventuell muss noch etwas am Ausschnitt gemacht werden und das ist es dann auch schon.

 

Was nicht heisst, dass ich meine Bilder nie bis ins kleinste Detail bearbeite. Wenn ich ein Bilder als Poster aufhängen möchte, dann wird es sehr gründlich angeschaut.

 

Doch hier waren die Lichtverhältnisse sehr gut und die Bilder werden maximal 13 x 18 cm gross.

Gedruckt wird mit dem Epson XP-960 und verwendet wird Hahnemühle Photo Luster Papier.

 

Zum Drucken verwende ich das Druckprofil Epson_Luster, das ich mir für dieses Papier angelegt habe. Das ist beim erstenmal immer ein Ausprobieren, bis es passt, ausser man hat einen ICC-Profil passenden Drucker.

Das Album wird 10 Seiten haben und eben so viele Bilder habe ich ausgewählt.

 

Und jetzt wünsche ich dir viel Spass beim Bearbeiten und Drucken deiner Bilder.

Bald geht es weiter mit dem vierten Teil, da zeige ich dir wie ich das Album mit den Bildern erstellt und gestaltet habe.

 

Herzliche Grüsse, Heike


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